Malergeschäft Lorenz

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seit 01.12.2009
Ausbildung
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Wir bilden aus!

Die Jugend von heute! Die Malermeister von morgen?

Das ist Mike

Das ist Mike, der im Sommer 2005 mit Erfolg seine Gesellenprüfung bestanden hat.

Das Ornament und die Schrift bewältigte er in Rekordzeit; die Tapezierung und den Rauputz legte er völlig mühelos hin; seine Lineatur war die akurateste von allen, und die Lackierung glänzte mit der Sonne um die Wette!

Das war spitze, Mike!!

Wir beglückwünschen Dich zu dieser tollen Leistung und wünschen Dir in Deinem neuen Wirkungsbereich eine genauso glückliche Hand. Lass den Pinsel nie vertrocknen!

Ornament und Schrift

Im Januar 2007 war dann Nadine dran.

Im Januar?

Aber klar doch! Wer in Theorie und Praxis so gut ist, hat natürlich eine Lehrzeitverkürzung verdient.

Hier die strahlende Gesellin vor ihrem gelungenen Werk.

Gesellin vor ihrem gelungenen Werk

Das war große Klasse, Nadine!!

Hier sieht man, wie hochglänzend ein Hochglanz sein kann.

Und diese Platte wurde stehend (!) mit dem Pinsel (!) lackiert.

Im Spiegelbild eindeutig Nadines Profil

Spiegelbild

Wieder zwei Jahre später: Ricardo macht nach ebenso nur 2,5 Jahren mitten im kalten Winter (Jan. 09) seine Prüfung. Scheinbar mühelos lackiert er seine Glanzbeschichtungen und konstruiert schräge Quadtrate- und alles mit links!

Glanzbeschichtungen und konstruiert schräge Quadtrate

Aber-aber! Warum denn so skeptisch? Die freie Gestaltung (auf der rechten Platte) gefällt nicht nur uns- sie hat auch die Prüfer überzeugt und zur Bestnote "gut" geführt. "Sehr gut" gibt es sowieso nicht- es sei denn, Du bist mit einem der Innungsoberfuzzis verwandt oder verschwägert.



Als Eileen das Ende der für sie als unglaublich schön empfundenen Lehrzeit eher befürchtete als herbeisehnte, half ihr das Schicksal unverhofft weiter: Ihr kam einen Tag vor der Gesellenprüfung ein Hund aus heiterem Himmel mit Blitz und Donner entgegen und biss sie so perfekt in den Arm, dass die Prüfung gleich um 1/4 Jahr vertagt werden musste. Als die Schmerzen endlich wieder erträglich waren, konnte sie problemlos die praktische Prüfung absolvieren und sieht nun doch sehr erleichtert aus.



Dass Andrey´s Prüfer weniger Fachkenntnisse über Farbgestaltung bestimmter Baustile besitzen als er selbst, finden wir spitze. Er verließ uns kurz vor Wintereinbruch 2013.



Katrin, unsere bisher erste Berufskollegiatin, ist völlig zu Recht stolz auf ihre Leistung in Fachtheorie, Fachpraxis- und natürlich im Mündlichen. Sorgte doch allein das Fachgespräch für eine enorme Anhebung des Gesamtnotendurchschnitts.



Larissa überzeugte vor allem durch teils unkonventionelle Improvisationsideen, die aus anstrichtechnisch fachlicher Sicht völlig unmöglich sind. Aber keiner merkt´s, und alle sind begeistert!


An alle Möchtegern-Azubis!

Ich wurde schon oft gefragt, nach welchen Kriterien ich die Lehrlinge eigentlich einstelle. Diese Wahl mache ich mir nicht ganz leicht; muss ich doch danach drei Jahre mit Dir arbeiten, mit Dir gut auskommen, Dich auch an langweiligen Tagen motivieren, Deine pubertären Anwandlungen ertragen, und Deine privaten Dinge wie Liebeskummer oder zu lange Diskonächte mit Geduld und stillem Verstehen begleiten. Kurz- unsere "Chemie" muss stimmen.

Sind in Deiner Bewerbung folgende Merkmale gegeben, hast Du reelle Chancen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden:

Strahlt Dein Bild wirklich Sympathie aus? Manche Bilder von Euch sind vielleicht nicht gerade Verbrecherfotos; sagen aber trotzdem eher "Ich befürchte, von Ihnen eingestellt zu werden" aus. Eine Krawatte ist für ein Bewerbungsfoto für das Handwerk ebenso daneben wie ein T- Shirt mit brachialen, bahnhofsumbaukritischen oder politischen Textaufdrucken. Auch müssen hier keine Musikgruppen oder Modehersteller für deren Produkte werben- Du machst doch Werbung für Dich!
Mir ist völlig klar, dass aufgrund des allgemeinen Gleichstellungsgesetzes von 2006 von mir gar kein Foto mehr verlangt werden darf. Trotzdem empfehlen Bewerbungsexperten in Eurem Interesse völlig zu Recht, dass Eure Bewerbung mit dem Foto einen äußerst wichtigen Emotionsgehalt enthält.
Also- wenn schon, denn schon- aber richtig: Sei auf Deinem Bild freudig, gepflegt, relaxed, unverkrampft; sei einfach DU.

Eure Bewerbungsschreiben sind oft sehr förmlich, gestelzt und langweilig. Ihr habt Euch hier für einen kreativen Beruf entschieden, also lasst Euch doch mal was Spritziges einfallen! Farbe spritzt auch manchmal. Konjunktive wie "ich könnte mir vorstellen" oder "ich würde mich freuen" haben hier keinen Platz- seid doch mal von Euch selbst etwas überzeugter. Traut Euch was zu! Wisst Ihr, was ich schreiben würde? "Ich stelle mich vor als Ihr neuer Auszubildender!"

Falls Ihr wirklich an unserem schönen Beruf interessiert seid, solltet Ihr Euch natürlich auch mal informieren, wie dieser eigentlich heißt. In unserem Fall lautet die korrekte Bezeichnung Maler und Lackierer. Mädchen schreiben Malerin und Lackiererin. Nie mehr möchte ich Maler und Anstreicher lesen - das klingt wie Farbverschmierer und Landstreicher. Oder, noch schlimmer: Anstreicherin und Tapetenverkleberin. Was ist das denn? Wer Polizist werden möchte, bewirbt sich nicht als Schutzmann; eine künftige Erzieherin schreibt nicht Kindergartentante. Dann könnt Ihr Euch gleich bei einer Schreinerei als Holzwurm bewerben.

Als zweite Seite folgt dann meistens Euer Lebenslauf. Die Schulen, die Ihr besucht habt, tragen oft klangvolle Namen wie "Ludwig Uhland", "Albert Einstein" oder "Wilhelm Busch". Was soll ich jetzt mit diesen Namen anfangen, wenn Ihr nicht dazu schreibt, ob das eine Haupt-, Real-, Baum-, oder Orgelschule ist?

Oft folgt dann eine riesige Liste abgebrochener Ausbildungsversuche, auf die Ihr offensichtlich riesig stolz seid. Bin ich dann als Euer nächster Ausbilder auch nur ein Etappenhase in Euren Memoiren? Nee, danke.

Als Anhang folgen dann noch einige Zeugnisse, die ich meist nur kurz überfliege. Schulnoten sagen nichts darüber aus, ob jemand ein guter Maler wird.Eine sechs in Geschichte verhilft zwar nicht gerade zur Malerkarriere, schadet aber auch nicht. Trotzdem wäre schön, wenn die Zeugnisse aus der letzten Zeit drin sind und nicht eins von der 4. Klasse, weil es vielleicht besser ausfiel als das von der 9.
Und wenn schon: War das Zeugnis so schlecht? Dann steh doch dazu! Am Besten gleich in die erste Seite der Bewerbung! Hattest Du familiäre oder sonstige Probleme in einer Phase Deiner Schulzeit, ist das kein Beinbruch. Es ist einfach das Leben life! Benenne diese Dinge gleich beim Namen. Gerade diese verblüffende Ehrlichkeit hat manchem meiner Azubis schon zu Ihrer Einstellung geführt.

Übrigens: Neben den wenigen wirklich tollen kamen hier schon teilweise fürchterliche "Bewerbungen" herein, die diesen Ausdruck nicht wirklich verdienen.

Ist Euch denn gar nicht klar, was Ihr den Ausbildern antut, wenn keine oder nur katastrophale Fotos dabei sind; wenn kein aktuelles Zeugnis dabei ist, wenn das Anschreiben scheinbar jemand anderem gilt oder nur paar lose Zettel im Kuvert stecken? Eine verbogene Büroklammer hilft da auch nicht mehr viel. Und dafür bekommt Ihr vom Arbeitsamt auch noch Geld?
Schämt Euch!
Ihr glaubt da doch nicht wirklich an eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, oder?

Die moderne Technik bietet Euch ja nun die Möglichkeit, Euch online zu bewerben. Aber denkt dran, dass auch hier viele Möglichkeiten für Unfug aller Art gegeben sind.

Kommen wir noch kurz zum Vorstellungsgespräch:
Wisst Ihr, worüber ich mich ärgern könnte? Wenn aufgrund der perfekten Bewerbung eingeladene Personen einfach nicht kommen. Warum bloß habt Ihr Euch beworben, wenn Ihr gar nicht wollt?
Und noch´ne Bitte:
Kommt zum Vorstellungsgespräch unbedingt selbst! Schickt mir nie mehr jemand anderen vorbei, der sich mit Eurem Namen ausgibt. Glaubt Ihr wirklich, ich merke das nicht?
Kein Witz, so was ist wirklich passiert.

So, genug gemeckert.

Nun freue ich mich auf Eure netten Bewerbungen. Sicherlich habt Ihr Verständnis, dass unvollständige und nicht ernst gemeinte Bewerbungen weder beachtet noch zurückgeschickt werden.